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Das Wichtigste in Kürze
- Käufertyp entscheidet mit: Strategische Investoren, Finanzinvestoren oder Management-Kandidaten haben unterschiedliche Motive und zahlen unterschiedliche Preise. Die richtige Ansprache ist entscheidend.
- Timing ist alles: Ein Unternehmensverkauf dauert durchschnittlich 9-12 Monate. Beginnen Sie die Planung daher mindestens 2-3 Jahre im Voraus.
- Wert ist nicht gleich Preis: Eine professionelle Unternehmensbewertung ermittelt einen realistischen Wertkorridor. Der finale Verkaufspreis ist immer das Ergebnis von Verhandlungen.
- Vorbereitung als Schlüssel: Ein sorgfältig vorbereiteter Verkaufsprozess mit vollständigen Unterlagen maximiert den Erfolg und den Erlös.
- Diskretion hat oberste Priorität: Ein unkontrollierter Informationsfluss kann Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten verunsichern und den Wert Ihres Unternehmens mindern.
- Sie sind nicht allein: Ein erfahrener M&A-Berater führt Sie sicher durch den komplexen Prozess, schützt Ihre Interessen und agiert als emotionaler Puffer.

Die Entscheidung, das eigene Unternehmen zu verkaufen, ist eine der bedeutendsten und emotionalsten im Leben eines Unternehmers. Es geht um weit mehr als eine finanzielle Transaktion. Es geht um Ihr Lebenswerk, um die Zukunft Ihrer Mitarbeiter und um das Erbe, das Sie über Jahrzehnte mit Leidenschaft und Engagement aufgebaut haben. Vielleicht gibt es keinen Nachfolger in der Familie, vielleicht suchen Sie nach neuen Herausforderungen oder Sie möchten einfach den wohlverdienten Ruhestand genießen. Was auch immer Ihre Gründe sind, die Frage „Wie kann ich mein Unternehmen verkaufen?“ markiert den Beginn eines komplexen, aber absolut planbaren Weges.
Dieser umfassende Ratgeber begleitet Sie durch alle Phasen des Unternehmensverkaufs. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich optimal vorbereiten, Fallstricke vermeiden und am Ende nicht nur einen fairen Preis erzielen, sondern auch das gute Gefühl haben, Ihr Unternehmen in die richtigen Hände übergeben zu haben.
Die aktuelle Situation im deutschen Mittelstand: Ein Verkäufermarkt?
Die Herausforderung der Unternehmensnachfolge ist im deutschen Mittelstand präsenter denn je. Laut dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn standen zwischen 2022 und 2026 rund 190.000 Unternehmen zur Übergabe an. Viele dieser inhabergeführten Betriebe finden keinen Nachfolger in der eigenen Familie. Gleichzeitig gibt es einen hohen Kapitalüberhang am Markt: Strategische Käufer suchen nach Wachstumsmöglichkeiten und Finanzinvestoren sind mit gut gefüllten Kassen auf der Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten.
Diese Konstellation schafft grundsätzlich gute Rahmenbedingungen für verkaufswillige Unternehmer. Doch um von diesem Umfeld zu profitieren, ist ein professionell gesteuerter und strategisch durchdachter Verkaufsprozess unerlässlich. Ein schneller Verkauf ist selten ein guter Verkauf.
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Der bewährte 5-Phasen-Prozess zum erfolgreichen Unternehmensverkauf
Ein strukturierter Prozess ist das A und O für einen erfolgreichen Verkauf. Er schafft Transparenz, minimiert Risiken und sorgt dafür, dass Sie zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle behalten. Bei EUROCONSIL haben wir über die Jahre einen 5-Phasen-Prozess etabliert, der sich in hunderten von Transaktionen bewährt hat und Sie sicher ans Ziel führt.
Phase 1: Die Vorbereitung – Das Fundament Ihres Erfolgs
Diese erste Phase ist die wichtigste und zeitintensivste, aber sie entscheidet maßgeblich über den Erfolg der gesamten Transaktion. Hier legen Sie den Grundstein für einen reibungslosen Ablauf und einen maximalen Verkaufspreis. Man kann sagen: Ein Verkauf wird in der Vorbereitung gewonnen oder verloren.
Den richtigen Zeitpunkt bestimmen
Der ideale Zeitpunkt für einen Verkauf ist, wenn Ihr Unternehmen gut dasteht: stabile oder wachsende Umsätze, gute Ertragslage und positive Zukunftsaussichten. Verkaufen Sie aus einer Position der Stärke, nicht weil Sie müssen. Warten Sie nicht, bis der Umsatz einbricht oder Sie aus gesundheitlichen Gründen zum Handeln gezwungen sind. Potenzielle Käufer investieren in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit. Eine frühzeitige Planung, idealerweise drei bis fünf Jahre vor dem gewünschten Ausstieg, gibt Ihnen den nötigen Spielraum, um das Unternehmen „verkaufsfit“ zu machen.
Eine realistische Unternehmensbewertung durchführen
Jeder Unternehmer hat eine Vorstellung vom Wert seines Lebenswerks. Diese ist jedoch oft emotional geprägt. Für den Verkaufsprozess benötigen Sie eine objektive und nachvollziehbare Bewertung, die als solide Verhandlungsbasis dient. Es gibt nicht die *eine* richtige Methode, sondern eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen führt zu einem realistischen Wertkorridor.
- Ertragswertverfahren (IDW S1): Blickt auf die zukünftigen Gewinne und ist in Deutschland, besonders bei etablierten Unternehmen, sehr verbreitet.
- Discounted-Cash-Flow-Verfahren (DCF): International gebräuchlich, bewertet die zukünftigen freien Zahlungsströme des Unternehmens.
- Multiplikator-Verfahren (Marktwertverfahren): Vergleicht Ihr Unternehmen mit ähnlichen, kürzlich verkauften Firmen. Hier werden Multiplikatoren auf Kennzahlen wie Umsatz oder EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen) angewendet.
- Substanzwertverfahren: Bewertet das Anlagevermögen (Gebäude, Maschinen etc.) zu Wiederbeschaffungskosten. Dies bildet oft die absolute Wertuntergrenze.
Ein erfahrener Berater wird mehrere dieser Methoden anwenden, um eine fundierte Bewertung für Ihr Unternehmen zu erstellen und Ihnen die Argumentationsgrundlage für die Preisverhandlungen zu liefern.
Professionelle Verkaufsunterlagen erstellen
Potenzielle Käufer benötigen aussagekräftige Informationen, um eine erste Entscheidung zu treffen. Die Kunst besteht darin, Interesse zu wecken, ohne sensible Details preiszugeben.
- Anonymisiertes Kurzprofil (Teaser): Eine ein- bis zweiseitige Zusammenfassung ohne Nennung des Firmennamens. Sie beschreibt die Branche, die Kerngeschäftstätigkeit, Eckdaten wie Umsatz und Mitarbeiterzahl sowie die Highlights des Unternehmens. Ziel ist es, erste Interessensbekundungen zu generieren.
- Aussagekräftiges Verkaufsexposé (Memorandum of Information): Dieses detaillierte Dokument (ca. 20-40 Seiten) erhalten Interessenten erst nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitserklärung (NDA). Es enthält eine ausführliche Darstellung des Geschäftsmodells, der Produkte, des Marktes, der Organisation und der Finanzen.
Tipp aus der Praxis
Beginnen Sie frühzeitig mit der Bereinigung Ihrer Bilanzen. Private Ausgaben, die über die Firma liefen (z.B. das private Auto), oder einmalige Sondereffekte sollten klar dokumentiert und herausgerechnet werden. Dies erhöht die Transparenz und damit den Wert Ihres Unternehmens in den Augen eines Käufers, da es die tatsächliche Ertragskraft zeigt.
Phase 2: Die Ansprache – Den passenden Käufer finden
Mit den vorbereiteten Unterlagen beginnt die aktive, aber streng vertrauliche Suche nach dem richtigen Käufer. Die Wahl des Käufertyps hat weitreichende Konsequenzen für den Preis, die Vertragsstruktur und die Zukunft des Unternehmens.
Die verschiedenen Käufertypen und ihre Motive
| Käufertyp | Hauptmotiv | Vorteile für Sie als Verkäufer | Mögliche Nachteile |
| Strategischer Investor (Wettbewerber, Lieferant, Kunde) | Synergien heben, Marktanteile gewinnen, Know-how sichern | Oft bereit, den höchsten Preis zu zahlen; sichert meist den Standort | Gefahr von Wissensabfluss; oft erfolgt eine starke Integration in bestehende Strukturen |
| Finanzinvestor (Private Equity, Family Office) | Renditeorientierung; Kauf, Weiterentwicklung und Verkauf nach ca. 5-7 Jahren | Professioneller und schneller Prozess; Management bleibt oft an Bord | Starker Fokus auf Kennzahlen; eventuell Weiterverkauf in der Zukunft |
| MBI-Kandidat (Management-Buy-In) | Eine externe Führungskraft kauft sich in das Unternehmen ein, um selbst Unternehmer zu werden | Bringt neue Impulse und oft externes Know-how mit | Oft komplexe Finanzierungsstruktur; persönliche Eignung muss genau geprüft werden |
| MBO-Kandidat (Management-Buy-Out) | Ihre eigenen leitenden Angestellten übernehmen das Unternehmen | Kennt das Unternehmen perfekt; hohe Identifikation und Kontinuität | Finanzierung kann eine Hürde sein; Kaufpreis oft niedriger als bei externen Käufern |
Der strukturierte Anspracheprozess
Ein professioneller M&A-Berater identifiziert auf Basis eines gemeinsam erstellten Käuferprofils eine Longlist potenzieller Kandidaten. Dies geschieht durch die Nutzung von Marktdatenbanken, Branchenkenntnissen und einem persönlichen Netzwerk. Die Ansprache erfolgt immer anonym über den Berater. So wird sichergestellt, dass Ihr Verkaufsvorhaben nicht am Markt bekannt wird. Interessenten, die nach Prüfung des Teasers weiterhin interessiert sind, müssen eine strenge Vertraulichkeitserklärung unterzeichnen, bevor sie das detaillierte Exposé erhalten.
Phase 3: Die Vorauswahl – Die Spreu vom Weizen trennen
Nachdem qualifizierte Interessenten das Exposé geprüft haben, werden sie gebeten, ein indikatives, unverbindliches Kaufangebot abzugeben. Diese Angebote dienen als Basis für die Auswahl der engsten Favoriten. Gemeinsam mit Ihrem Berater analysieren Sie nicht nur die Höhe des Angebots, sondern auch die geplante Finanzierungsstruktur, die Vorstellungen zur Übergabe und die strategischen Pläne des potenziellen Käufers. Mit den 2-3 vielversprechendsten Kandidaten werden anschließend die Verhandlungen vertieft und oft ein „Letter of Intent“ (LOI) unterzeichnet. Diese Absichtserklärung hält die wesentlichen Eckpunkte der geplanten Transaktion fest und gewährt dem Käufer meist eine zeitlich befristete Exklusivität für die nächste Phase.
Phase 4: Die Due Diligence – Ihr Unternehmen auf dem Prüfstand
Die Due Diligence (sorgfältige Prüfung) ist die Phase, in der der Käufer Ihr Unternehmen auf Herz und Nieren prüft. Sie als Verkäufer müssen vollständige Transparenz schaffen. Alle relevanten Dokumente und Informationen werden in einem gesicherten (meist digitalen) Datenraum zur Verfügung gestellt. Je besser Ihre Vorbereitung in Phase 1 war, desto reibungsloser verläuft dieser Schritt.
Typische Prüfungsbereiche sind:
- Financial Due Diligence: Prüfung der Finanz- und Ertragslage.
- Tax Due Diligence: Analyse der steuerlichen Situation und Risiken.
- Legal Due Diligence: Überprüfung von Verträgen, gesellschaftsrechtlichen Strukturen und Rechtsstreitigkeiten.
- Commercial/Market Due Diligence: Analyse des Marktes, des Wettbewerbs und der Kundenstruktur.
- Technical/Environmental Due Diligence: Bei Produktionsunternehmen Prüfung von Anlagen und potenziellen Umweltlasten.
In dieser Phase fungiert Ihr Berater als zentraler Koordinator, steuert den Informationsfluss und begleitet die Management-Gespräche. Nach Abschluss der Due Diligence wird der Käufer sein finales, verbindliches Kaufangebot abgeben.
Phase 5: Der Abschluss – Vertrag, Unterschrift und Übergabe
Die letzte Phase umfasst die finalen Verhandlungen des Kaufvertrags (Sale and Purchase Agreement, SPA). Hier werden alle Details geregelt: genauer Kaufpreis und Zahlungsmodalitäten, Garantien und Gewährleistungen, Regelungen für die Übergangsphase und die Zukunft der Mitarbeiter. Es ist unerlässlich, hierfür spezialisierte Rechtsanwälte hinzuzuziehen.
Der Prozess endet mit der notariellen Beurkundung des Vertrags (Signing) und dem Vollzug der Transaktion (Closing), bei dem der Kaufpreis fließt und die Unternehmensanteile übergehen. Doch auch danach ist der Prozess nicht vorbei. Eine gut geplante Übergabephase, in der Sie dem neuen Eigentümer noch für eine vereinbarte Zeit zur Seite stehen, sichert die Kontinuität und den Erfolg Ihres Lebenswerks.
Stehen Sie vor dieser wichtigen Entscheidung?
Jeder Unternehmensverkauf ist einzigartig. Wir verstehen die Komplexität und die Emotionen, die damit verbunden sind. Lassen Sie uns in einem ersten vertraulichen und kostenfreien Gespräch Ihre Situation analysieren und gemeinsam Ihre Optionen ausloten.
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Schritt-für-Schritt-Anleitung: Ihr Fahrplan zum Unternehmensverkauf
- Strategische Entscheidung treffen (2-5 Jahre vorher): Analysieren Sie Ihre persönliche und unternehmerische Situation. Legen Sie einen groben Zeitplan für Ihren Ausstieg fest.
- Professionelle Beratung suchen (1-2 Jahre vorher): Wählen Sie einen M&A-Berater, der auf den Mittelstand spezialisiert ist und dem Sie vertrauen. Ein guter Startpunkt ist unser Leitfaden zur Wahl des richtigen Beraters.
- Unternehmen „verkaufsfit“ machen (Phase 1): Optimieren Sie Prozesse, bereinigen Sie Bilanzen und stellen Sie alle notwendigen Unterlagen zusammen (Jahresabschlüsse, Verträge etc.).
- Unternehmensbewertung durchführen (Phase 1): Lassen Sie einen realistischen Wertkorridor von Experten ermitteln.
- Verkaufsunterlagen erstellen lassen (Phase 1): Anonymer Teaser und aussagekräftiges Exposé werden vorbereitet.
- Diskrete Käuferansprache starten (Phase 2): Ihr Berater identifiziert und kontaktiert potenzielle Käufer streng vertraulich.
- Angebote einholen und verhandeln (Phase 3): Führen Sie Gespräche mit den besten Kandidaten und unterzeichnen Sie einen Letter of Intent (LOI).
- Due Diligence ermöglichen (Phase 4): Stellen Sie einen professionellen Datenraum für die Unternehmensprüfung bereit.
- Kaufvertrag verhandeln und abschließen (Phase 5): Finalisieren Sie mit Anwälten den Vertrag und lassen Sie ihn notariell beurkunden.
- Übergabe gestalten (Nach dem Closing): Begleiten Sie den neuen Eigentümer für eine vereinbarte Zeit, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Häufige Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten
Der Weg zum erfolgreichen Verkauf ist mit potenziellen Stolpersteinen gepflastert. Aus unserer langjährigen Erfahrung haben sich einige typische Fehler herauskristallisiert, die den Prozess gefährden oder den Erlös schmälern können.
- Zu späte Planung: Der Verkauf unter Zeitdruck führt fast immer zu schlechteren Ergebnissen. Beginnen Sie frühzeitig!
- Unrealistische Preisvorstellungen: Emotionale Bindung führt oft zu einer überhöhten Werteinschätzung. Eine objektive Bewertung ist die Basis für ernsthafte Verhandlungen.
- Vernachlässigung des Tagesgeschäfts: Ein Unternehmensverkauf ist ein zeitintensives Zusatzprojekt. Wenn darunter die operative Leistung leidet, sinkt der Wert des Unternehmens rapide. Hier entlastet ein Berater enorm.
- Mangelnde Diskretion: Gerüchte über einen bevorstehenden Verkauf können Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten stark verunsichern. Absolute Vertraulichkeit ist bis zum richtigen Kommunikationszeitpunkt essenziell.
- Alleingang ohne Berater: Die Komplexität des Prozesses, die Verhandlungstaktiken von Profi-Käufern und die emotionale Belastung sind ohne professionelle Unterstützung kaum zu bewältigen.
- Schlechte Vorbereitung der Unterlagen: Unvollständige oder unstrukturierte Daten in der Due Diligence erwecken Misstrauen und können zum Abbruch der Verhandlungen führen.
Profi-Tipps von den EUROCONSIL-Partnern
Sebastian Göring, Gründer & Managing Partner, rät: „Machen Sie Ihr Unternehmen ‚verkäuferunabhängig‘. Viele mittelständische Betriebe sind stark auf den Inhaber zugeschnitten. Bauen Sie rechtzeitig eine zweite Führungsebene auf, die das operative Geschäft auch ohne Sie steuern kann. Dies steigert den Wert Ihres Unternehmens enorm, da es das Risiko für den Käufer reduziert.“
Cengiz Altaca, Partner in Düsseldorf, ergänzt: „Denken Sie über den ‚Tag danach‘ nach. Ein Unternehmensverkauf ist auch ein persönlicher Einschnitt. Was möchten Sie mit Ihrer neu gewonnenen Zeit und Freiheit anfangen? Eine klare Vorstellung für die Zukunft hilft, den Loslösungsprozess emotional besser zu bewältigen und die Verhandlungen sachlicher zu führen.“ Dieses Verständnis für beide Seiten einer Transaktion ist ein Kern unserer erfolgreichen Arbeit.
Die Kosten eines Unternehmensverkaufs: Womit müssen Sie rechnen?
Ein professionell begleiteter Verkaufsprozess ist eine Investition, die sich durch einen höheren Verkaufserlös und Prozesssicherheit mehr als bezahlt macht. Die Kosten setzen sich in der Regel aus mehreren Komponenten zusammen:
- M&A-Beratung: Die meisten seriösen Berater, so auch EUROCONSIL, arbeiten mit einem erfolgsabhängigen Modell. Es gibt oft ein moderates monatliches Fixum (Retainer), das die laufenden Aufwände deckt. Der Großteil des Honorars wird aber als prozentuale Provision vom finalen Verkaufspreis erst bei erfolgreichem Abschluss fällig. Dies stellt sicher, dass die Interessen von Ihnen und Ihrem Berater deckungsgleich sind.
- Anwalts- und Notarkosten: Für die Erstellung und Prüfung des Kaufvertrags sowie die notarielle Beurkundung fallen Rechts- und Notargebühren an.
- Steuerberatung: Eine steuerliche Optimierung des Verkaufs sollte immer durch Ihren Steuerberater begleitet werden.
Transparenz ist hier entscheidend. Lassen Sie sich alle Kostenpunkte vor Mandatserteilung genau aufschlüsseln.
Häufig gestellte Fragen zum Unternehmensverkauf
Wie lange dauert ein Unternehmensverkauf?
Ein typischer Unternehmensverkauf dauert von der ersten Vorbereitung bis zum finalen Abschluss (Closing) zwischen 9 und 12 Monaten. Bei sehr komplexen Transaktionen oder schwierigen Marktbedingungen kann es auch länger dauern. Eine gute Vorbereitung kann den Prozess signifikant beschleunigen.
Was ist mein Unternehmen wirklich wert?
Der Wert eines Unternehmens ist keine exakte Wissenschaft, sondern eine Bandbreite, die von vielen Faktoren abhängt: Ertragskraft, Zukunftsfähigkeit, Marktstellung, Abhängigkeit vom Inhaber und vieles mehr. Eine professionelle Unternehmensbewertung, die verschiedene Methoden kombiniert, liefert eine realistische Wertindikation. Der endgültige Preis ist jedoch immer das Ergebnis von Angebot, Nachfrage und Verhandlungsgeschick.
Muss ich auf den Verkaufserlös Steuern zahlen?
Ja, der Veräußerungsgewinn aus einem Unternehmensverkauf ist in Deutschland steuerpflichtig. Es gibt jedoch steuerliche Vergünstigungen, insbesondere für Unternehmer über 55 Jahre (§ 34 EStG, Freibetrag und ermäßigter Steuersatz). Eine frühzeitige Beratung durch einen spezialisierten Steuerberater ist unerlässlich, um die Steuerlast legal zu optimieren. Ein M&A-Berater kann keine Steuerberatung leisten, arbeitet aber eng mit Ihren steuerlichen Beratern zusammen.
Was passiert mit meinen Mitarbeitern nach dem Verkauf?
Dies ist für die meisten Unternehmer eine der wichtigsten Fragen. Im Regelfall gehen die Arbeitsverträge im Rahmen eines Betriebsübergangs (§ 613a BGB) auf den neuen Eigentümer über. Ein seriöser Käufer weiß, dass die qualifizierten und loyalen Mitarbeiter das wertvollste Kapital des Unternehmens sind und hat ein starkes Interesse daran, sie zu halten. Die Sicherung der Arbeitsplätze ist oft ein zentraler Punkt in den Verhandlungen. Die Wahl eines Käufers, der auch kulturell zum Unternehmen passt, ist hier entscheidend.
Kann ich mein Unternehmen an meine Mitarbeiter verkaufen?
Ja, ein Verkauf an das eigene Management (Management-Buy-Out, MBO) ist eine gängige und oft sehr gute Lösung. Der Vorteil ist, dass die Käufer das Unternehmen bereits bestens kennen und die Kontinuität gewahrt bleibt. Die größte Herausforderung ist oft die Finanzierung des Kaufpreises. Hier gibt es jedoch verschiedene Modelle mit Unterstützung von Banken und Beteiligungsgesellschaften, bei denen ein erfahrener Berater helfen kann, die richtige Struktur zu finden.
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Fazit: Der erfolgreiche Exit ist planbar – für Ihr Lebenswerk und Ihre Zukunft
Die Entscheidung, das eigene Unternehmen zu verkaufen, ist eine der emotionalsten und bedeutendsten im Leben eines Unternehmers, denn es geht um weit mehr als eine finanzielle Transaktion. Wie dieser Leitfaden gezeigt hat, ist der Verkaufsprozess zwar komplex, aber durch einen strukturierten Ablauf absolut planbar.
Die wichtigsten Erfolgsfaktoren für Ihren Weg sind:
- Zeit ist Ihr Verbündeter: Starten Sie die Planung frühzeitig, idealerweise 2–3 Jahre im Voraus, um nicht unter Zeitdruck handeln zu müssen.
- Professionalität schafft Wert: Ein sorgfältig vorbereiteter Prozess und eine objektive Unternehmensbewertung sind das Fundament für erfolgreiche Verhandlungen.
- Holen Sie sich Experten an die Seite: Ein erfahrener M&A-Berater schützt Ihre Interessen, wahrt die Diskretion und führt Sie sicher durch die fünf Phasen des Verkaufs.
Betrachten Sie den Verkauf nicht als das Ende, sondern als die Krönung Ihrer unternehmerischen Leistung. Wenn Sie die Weichen heute richtig stellen, sichern Sie nicht nur einen fairen Verkaufspreis, sondern auch die Zukunft Ihrer Mitarbeiter und den Fortbestand dessen, was Sie über Jahre aufgebaut haben.

Weitere Informationen zum Autor:
Christian Winter
Standort EUROCONSIL Nürnberg
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